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Erster persönlicher Eindruck

 
Der erste Kontakt mit einem potentiellen Arbeitgeber kann abgesehen von einem persönlichen Vorstellungsgespräch per Telefon erfolgen. Diese Art des ersten Kontakts gewinnt zusehends an Bedeutung, mit dem Ziel, einen ersten Eindruck vom Bewerber – von Ihnen – zu erhalten. Danach fällt die Entscheidung leichter, ob der Bewerber zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wird.

Entscheidend ist auch hier eine gute Vorbereitung auf das Gespräch
 

Die Atmosphäre

 
Sie sollten sich für das Telefongespräch genügend Zeit nehmen. In der Regel dauert ein Telefoninterview 30 bis 60 Minuten. Es ist ratsam, sich vor und nach dem Interview einen Zeitpuffer einzuplanen, damit Sie zur vereinbarten Uhrzeit auch wirklich erreichbar sind. Eine gute Vorbereitung beinhaltet auch, sich Informationen über das Unternehmen einzuholen, zum Beispiel auf der Website und vor allem über die ausgeschriebene Stelle.

Am besten ist, Sie führen das Gespräch an einem für Sie angenehmen Ort, an dem Sie ungestört telefonieren können. Das bedeutet, es sind keine Nebengeräusche vorhanden, die Sie aus dem Konzept bringen könnten und der Raum, in dem Sie telefonieren, hallt nicht etc. Sie sollten außerdem sicherstellen, dass Sie nicht durch andere Medien gestört werden könnten.

Alle relevanten Unterlagen, die Sie für das Telefoninterview brauchen könnten, sollten unbedingt in Griffweite sein, damit Sie gegebenenfalls schnell darauf zurückgreifen können. Hierbei ist es wichtig, die Unterlagen sortiert bereitzuhalten, sodass Sie nicht lange danach suchen müssen. Zu den wichtigsten Unterlagen zählen der Lebenslauf, Informationen über das Unternehmen, eigene Fragen, die Sie sich im Vorfeld zusammengestellt haben, ebenso wie mögliche Antworten zu Fragen, die das Unternehmen stellen könnte, insbesondere auch in Bezug auf Ihre Gehaltsvorstellungen. Auf diese Weise beugen Sie unnötigem Stress vor und können sich besser auf das Wesentliche konzentrieren. Hilfreich ist es, sich ein Glas Wasser bereitzustellen, für den Fall, dass Sie einen trockenen Mund bekommen.

Mögliche Fragen, die Ihnen gestellt werden können

Fragen zu Ihrem Werdegang, die sich aus Ihrem Lebenslauf ergeben. Sollten Lücken in Ihrem Lebenslauf zu finden sein, sind diese plausibel zu erklären.

Fragen zu Ihrem Studium/ zu Ihrer Ausbildung. Zum Beispiel welche Gründe Sie dazu bewogen haben, in diese Richtung zu gehen.

Fragen zu den Gründen, warum Sie sich für die ausgeschriebene Stelle beworben haben.

Fragen zu Ihrer Qualifikation. Zum Beispiel worin Sie Ihre persönlichen Stärken sehen, die Sie von anderen Bewerbern unterscheiden.

Fragen zu Ihren Defiziten. Auch das ist eine wesentliche Frage, auf die Sie ohne lange nachzudenken antworten sollten.

Fragen zum Unternehmen. Welchen Reiz hat es auf Sie, warum würden Sie gerne dort arbeiten etc.

Fragen zu Ihren Gehaltsvorstellungen.

Fragen zum frühestmöglichen Beginnzeitpunkt.

Während des Gesprächs ist es wichtig, so konkret und ausführlich wie möglich zu bleiben. Ihr Gesprächspartner wird Sie als souverän einstufen, wenn Sie wissen, wovon Sie reden.

Am Ende des Gesprächs, wenn alle Fragen geklärt worden sind, wird sich Ihr Gesprächspartner bei Ihnen bedanken und Ihnen erklären, wie die weitere Vorgehensweise ist. Sollte das nicht geklärt werden, können Sie von sich aus fragen, bis wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen können oder ob Sie sich nochmal beim Unternehmen melden sollen und wenn ja, wann. Es hinterlässt einen guten Eindruck, wenn Sie das Gespräch freundlich und professionell abschließen. Das heißt, Sie bedanken sich für das Gespräch und die aufgewendete Zeit.
 

No Gos

 
Es gibt zwei wesentliche Fragen, die Sie bei einem Telefoninterview nicht stellen sollten:
„Wie war ich?“ und „Wie stehen meine Chancen, die Stelle zu bekommen?“